Die Gemeinde Ermatingen setzt ein klares Zeichen für die Förderung der Natur. Mit dem neuen Biodiversitätskonzept werden in den kommenden Jahren ungenutzte öffentliche Flächen ökologisch aufgewertet. Ziel ist es, Lebensräume für einheimische Pflanzen und Tiere zu schaffen und die Pflege der Grünflächen langfristig zu vereinfachen. Die Arbeiten starten im Jahr 2025 und werden bis 2028 etappenweise umgesetzt.
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Das Projekt
Im Rahmen des kantonalen Förderprogramms „Vorteil naturnah“ hat der Gemeinderat ein Biodiversitätskonzept verabschiedet. Das Projekt umfasst die Umgestaltung von Wiesen, Rabatten und anderen Flächen, damit einheimische Pflanzenarten wachsen können und Insekten sowie Kleintiere neuen Lebensraum finden. Bestehende Rasenflächen werden dafür teilweise abgetragen und mit standortgerechten Samen neu angesät.
Was bedeutet Biodiversität?
Biodiversität steht für die Vielfalt des Lebens – von Blumen und Bäumen bis zu Schmetterlingen und Bienen. Diese Vielfalt ist wichtig für das ökologische Gleichgewicht und unsere Lebensqualität.
Wichtig zu wissen: Nach dem Ansäen kann es 2–3 Jahre dauern, bis die Pflanzenvielfalt sichtbar wird, die wir uns wünschen. Biodiversitätsflächen können in dieser Zeit „wild“ oder ungepflegt aussehen – das ist aber genau so gewollt. Diese Flächen bieten Nahrung und Unterschlupf für viele Tierarten und entwickeln sich mit der Zeit zu blühenden Oasen.
Die Gemeinde arbeitet mit dem Fachbüro blanB, lokalen Gartenbaufirmen und dem Werkhof-Team zusammen. Das Gesamtbudget für die Umsetzung in Ermatingen und Triboltingen beträgt rund 100'000 Franken. Der Kanton Thurgau unterstützt das Projekt mit bis zu 50'000 Franken.
Die ersten Massnahmen starten im Frühjahr 2025. Bis 2028 sollen sämtliche vorgesehenen Flächen naturnah gestaltet sein. Untenstehend finden Sie eine Übersicht, welche aufzeigt, wann und wie welche Flächen aufgewertet werden und wie diese nachgelagert gepflegt werden müssen. Lassen Sie sich von der Biodiversität in Ermatingen inspirieren.
Mitteilung vom 15. Juni 2026
Die Gemeinde Ermatingen nimmt an der kantonalen Initiative «Vorteil naturnah» teil. Die Initiative des Kantons Thurgau setzt sich für mehr Biodiversität im Siedlungsraum ein
und unterstützt Gemeinden dabei, öffentliche Grün und Freiräume naturnah zu gestalten. Bereits 24 Thurgauer Gemeinden nehmen am Projekt teil und gestalten ihre Grün und Freiräume naturnah um.
Im Rahmen dieser Initiative hat die Gemeinde Ermatingen verschiedene öffentliche Grünflächen ökologisch aufgewertet. An mehreren Standorten wurden bestehende Rabatten und Grünflächen naturnah umgestaltet.
Dazu gehören unter anderem der Brunnenplatz im Bereich der Schifflände/Hornstrasse, die Trafostation/WC Anlage Hornstrasse, diverse Flächen bei der Bogi, der Parkplatz Seestrasse sowie Bereiche beim Friedhof.
Je nach Standort wurden Wildstaudenrabatten, Ruderalflächen, Kleinsträucher, Blumenwiesen sowie Totholz, Sand und Steinhaufen erstellt.
Die neu gestalteten Flächen schaffen wertvolle Lebensräume für Insekten, Vögel und Kleintiere. Einheimische Wildstauden sorgen für Blüten, Samen und Früchte.
Offene Kies und Sandbereiche bieten Lebensraum für bodennistende Insekten. Stein, Ast und Totholzstrukturen schaffen Nistplätze, Verstecke und Unterschlupf.
Einige Bereiche können deshalb zeitweise weniger aufgeräumt wirken als klassische Zierflächen.
Gerade neu angesäte oder frisch angelegte Flächen können im ersten Jahr noch eher leer oder noch nicht vollständig bewachsen erscheinen.
Dies ist normal und Teil der natürlichen Entwicklung. Bis sich die Pflanzen vollständig etabliert haben und die Flächen dicht und vielfältig bewachsen sind, benötigen sie in der Regel rund drei bis vier Jahre.
Genau diese natürlichen Strukturen sind jedoch besonders wertvoll. Samenstände bleiben über den Winter möglichst stehen, Totholz wird gezielt belassen und offene Bodenstellen werden als Lebensräume erhalten.
Die Pflege erfolgt zurückhaltend und gezielt. Wo nötig werden dominante Pflanzen reguliert, Beikräuter entfernt und Strukturen ergänzt. So können sich die Flächen weiterentwickeln und ihren ökologischen Wert mit der Zeit zusätzlich erhöhen.
Mit der Teilnahme an «Vorteil naturnah» leistet die Gemeinde Ermatingen einen konkreten Beitrag zur Förderung der Biodiversität im Siedlungsraum und schafft lebendige Grünflächen für Mensch und Natur.
Weitere Informationen zur kantonalen Initiative sind auf der Website vorteilnaturnah.tg.ch zu finden.
Mitteilung 1. April 2025
Der Gemeinderat hat sich in seinen kommunizierten Legislaturzielen für die Förderung von Biodiversität ausgesprochen. Dementsprechend wird per 2025 ein umfassendes Projekt zur ökologischen Aufwertung ungenutzter Grünflächen starten. Im Rahmen des kantonalen Förderprogramms «Vorteil Naturnah» hat der Gemeinderat ein Biodiversitätskonzept verabschiedet, das bis 2028 umgesetzt werden soll. Ziel ist es, artenreiche Lebensräume für Pflanzen und Tiere zu schaffen und die Pflege der Flächen langfristig zu erleichtern.
Die Technischen Werke koordinieren die Massnahmen gemeinsam mit dem Fachbüro blanB und lokalen Partnern. Die Arbeiten umfassen die Entfernung von Neophyten, den Austausch von Bodenschichten und die Pflanzung einheimischer Gewächse. Zudem werden gezielt Lebensräume für Insekten und Kleintiere geschaffen. Die ersten Massnahmen starten im Frühjahr 2025.
Das Gesamtbudget für die Umsetzung in Ermatingen und Triboltingen beträgt rund 100'210 Franken. Der Kanton Thurgau unterstützt das Projekt mit bis zu 50'000 Franken. Die bereits umgesetzten Biodiversitätsflächen der evang. Kirchgemeinde werden von den Gesamtsubventionen des Kantons mit einem Pauschalbetrag unterstützt.
Um auch die Finanzierung nachhaltig zu gestalten, wird das Projekt als Investition über vier Jahre umgesetzt. Die jährlichen Nettokosten für die Gemeinde belaufen sich auf rund 13'000 Franken. Die Gemeinde setzt damit ein klares Zeichen für den Schutz der Natur und die Förderung der Artenvielfalt.